Mödrath 1 trotzt „Kai aus der Kiste“ und holt die Herbstmeisterschaft!

Beim Spielstand von 8:5 erreichte uns in Aachen-Brand die Nachricht, dass die punktgleiche TTG Langenfeld am letzten Spieltag der Hinrunde in Grevenbroich unentschieden gespielt hat. Thomas Pfeiffer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mit 0:3 gegen Abwehrspezialist Lothar Jansen verloren. Es lag also am Käpt´n höchstpersönlich, die Hinrunde als Spitzenreiter abzuschließen. Vielleicht war dies ein Grund, weshalb Ralf Janßen gegen Dirk Höller, gegen den er unzählige Male vorher gespielt (und meistens gewonnen) hatte, nicht richtig befreit hat aufspielen können. In den ersten 3 Sätzen lief er der Musik ständig hinterher; gab jedoch nie auf und klaute einen, vielleicht sogar zwei Sätze zum wichtigen 3:1 Einzelerfolg.

Entsprechend groß war die Freude im Mödrather Lager zu später Stunde.

„Was für diese Truppe spricht“ resümierte Ralf Janßen hinterher „ist die Tatsache, dass wir nie den Glauben verloren haben, dass Langefeld vielleicht doch noch stolpert.“. Fast durchweg wurde 2 x in der Vorwoche trainiert, über eine Stunde vor Spielbeginn waren alle 6 Spieler beim Auswärtsspiel angetreten, um sich bestmöglich auf dieses Endspiel vorzubereiten. Kleinigkeiten, die zeigen, dass wir wieder einmal den Tick heisser waren, als unser Gegner.

Die Tatsache, dass die Gastgeber Abwehrer Lothar Jansen wie „Kai aus der Kiste“ aufboten, um auch unten siegfähig zu sein, brachte das Team aus Kerpen nicht aus dem Konzept. Wie in den 10 Partien zuvor gingen wir mit 2:1 in die Doppel. Herauszuheben die Leistung der Paarung Szyzka/Cerven, die das Einserdoppel der Gastgeber (Lennertz/Leisner) mit 3:0 förmlich auseinandernahmen. Und auch Janßen/Pfeiffer hatten gegen Kieninger/Jansen weniger Probleme, als befürchtet.

Als Thorsten Hungenberg in der Folge den stärksten Spieler der Liga, Yannic Lennertz, mit 3:2 schlug und Rafal Szyzka nach der Abwehr von 4 Matchbällen in der Verlängerung des 5. Satzes gegen Leisner gewann, stieg das Selbstbewusstsein stetig an. Das 0:2 im mittleren Paarkreuz konnten Pfeiffer (gegen Höller) und Janßen (gegen Jansen) wettmachen. Das Match der Namensvetter war hier sicherlich ein Sinnbild dessen, wie fokussiert die Gastmannschaft am gestrigen Tag auftrat. Mit 11:4, 11:2 und 11:3 wurde der erfahrene Abwehrspieler geradezu demontiert.

Es gab viele wichtige und enge Matches in dieser Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe, entscheidend war letztlich vielleicht der 3:0-Erfolg von Robin Anders gegen Daniel Kieninger. Zum einen, weil er in dieser Deutlichkeit unerwartet kam, zum anderen, da die Gastgeber wieder ein bisschen Oberwasser bekamen nach dem Sieg von Feldeisen gegen Mike Cerven.

An dieser Stelle vielen Dank für die Gastgeber für eine tolle Partie, eine gefüllte Halle und tolle Atmosphäre.

Wir alle wissen nicht, ob die Saison früher oder später unterbrochen wird. Fakt ist, dass wir den Vergleich am Tisch nicht scheuen müssen, wenn wir genau mit dieser Einstellung und Mentalität in jedes einzelne Match gehen.

Vielleicht klingt es ein bisschen kitschig, aber in 33 Jahren auf Verbandsebene und fast 25 Jahren im Dress des TTC Mödrath habe ich noch nie in einer so spielerisch starken und menschlich so intakten Mannschaft gespielt, wie in dieser. Insofern können wir nun alle auch mit ein bisschen Stolz auf diese Halbserie zurückblicken. Trotzalledem werden am Dienstag erneut 5 Jungs beim Training steht. Weil es einfach Bock macht.

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