Hoffentlich entscheiden diese Spielchen weder Auf- noch Abstieg.

„Das könnte ich mir für unser Team nicht vorstellen.“ war Mannschaftsführer Ralf Janßen schon vor der Auswärtspartie beim TSV Krefeld-Bockum in der Verbandsliga 4 genervt. Der 1. FC Köln IV trat Zuhause (!) gegen Primus TTG Langenfeld nicht an. „Wer mich kennt, der weiss, dass ich viele Jungs beim Effzeh sehr schätze und nichts Schlechtes über sie sagen kann.“ so Janßen. „Aber es grenzt schon an Wettbewerbsverzerrung, wenn man Topfavorit SuS Borussia Brand 2 Punkte abnimmt und gegen Langenfeld erst gar nicht antritt. Das ist eines großen Vereins wie dem Effzeh nicht würdig.“

11:0 Einzel, 7:1 Doppel mit Partner Thomas Pfeiffer: Ralf Janßen

Dabei bietet der Effzeh auf dem Papier die stärkste Truppe der Verbandsliga auf. Würde man einigermaßen komplett spielen, wäre es wohl kaum möglich, die Domstädter am Aufstieg in die NRW-Liga zu hindern. 16 Spieler hat man in den bisherigen 8 Partien eingesetzt. Natürlich ist es kein Vorteil, „nur“ die Vierte eines großen Vereins zu sein und Ersatzstellungen sind da hin und wieder schon erforderlich. Oftmals spielen die Kölner Teams aber nicht parallel, weshalb diese „Ausrede“ entfällt. Da scheint es kein Zufall zu sein, dass die Teams mit der geringsten Rotation (Mödrath 7, Langenfeld und Brand jeweils 8 eingesetzte Spieler) im oberen Drittel der Tabelle zu finden sind.

„Wir hoffen natürlich, dass solche Spielchen weder über Auf- noch über Abstieg entscheiden. Aber man darf schon gespannt sein, mit welcher Truppe die Geißböcke kommende Woche in Kerpen antreten.“

In Anbetracht dessen rückte die eigene Partie in Krefeld fast ein wenig in den Hintergrund. Irgendwie war es ein merkwürdiges Spiel gegen eine nette Truppe, die ebenfalls mit Ersatz antreten musste, sich der Aufgabe aber dennoch gestellt hat. Mit Ausnahme von Michal Cerven wusste kein Mödrather so richtig zu überzeugen. Und dennoch siegte man bei der Premiere in Krefeld mit 9:1. Zwei Fünfsatzsiege von Spitzenspieler Rafal Szyszka, ansonsten hatten die Gäste alles sicher im Griff.

Nun sind es also nur noch 2 Spiele. Am kommenden Samstag kommt (vermutlich) der Effzeh, am darauffolgenden Samstag treten wir bei der hoch eingeschätzten Borussia aus Aachen-Brand ein. Vamos!

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