1. Herren mit Licht und Schatten

Die Spielberichte vom vorigen Wochenende sind wir noch schuldig. Aufgrund dessen werden wir die Spiele gegen TTG Langenich (9:3-Derbysieg), in TTF Kreuzau (6:9-Niederlage) sowie beim SSF Bonn (9:4-Erfolg) kurzerhand zusammenfassen.

Das verlegte Derby gegen Langenich hat leider nicht das gehalten, was man sich im Vorfeld erhofft hatte. Es war ein besonderes Spiel. Zu gut kennt man seine Gegenüber aus unzähligen Trainingsspielchen. Dominik hat ein paar Jahre bei uns verbracht, Familie Schoulen spielt „hüben wie drüben“ und selbst die Neuzugänge Robin Anders und Jonas Weitz haben im Vorjahr noch in Süchteln gemeinsam am Tisch gestanden…

Entsprechend zerfahren waren die Mehrzahl der Spiele. Wir hatten bereits in der Vorwoche unsere Doppel umgestellt und hielten trotz mäßigem Erfolg an dieser Maßnahme fest. Dies wurde mit einer 3:0-Doppelbilanz belohnt. Dass Hungenberg/Pfeiffer das gegnerische Spitzendoppel Cerven/Vaaßen schlagen konnte, war der erst „Big Point“ in dieser Partie. Im vorderen Paarkreuz stellten Cerven und Vaaßen dann unter Beweis, dass sie sich oftmals unter Wert verkaufen und verkürzten auf 2:3 aus Langenicher Sicht. In der Mitte spielten wir dann unsere Überlegenheit aus. Sowohl Janßen (mit etwas Mühe 3:1 gegen Weitz) als auch Pfeiffer (3:2 nach 2:0-Satzführung gegen Schmitz) gewannen ihre Spiele und stellten den alten Abstand somit wieder her.

Im hinteren Paarkreuz kam Christoph Tyssen gegen den Stopblock von Hansi Fischenich überhaupt nicht zu Recht und verlor nach verkrampftem Spiel mit 2:3. Fast zeitgleich konnte Oliver Schoulen Timm Stacker in drei besiegen und wir führten zur Halbzeit mit 6:3. Zwei Fünfsatzerfolge von Hungenberg (gegen Cerven) respektive Anders (gegen Vaaßen) verhalfen Ralf Janßen dazu, den Sack zuzumachen. Gegen Björn Schmitz war es kein schönes Spiel, insgesamt aber ungefährdet mit 3:1.

Somit gewannen wir, in der Höhe vielleicht 1 bis 2 Punkte zu deutlich, mit 9:3 und waren froh, unserer Favoritenrolle gerecht worden zu sein.

Dies gelang uns am Folgetag in Kreuzau überhaupt nicht. In einer schwachen Partie, in der lediglich Ralf Janßen und Thomas Pfeiffer mit einer 4:0-Bilanz in der Mitte ihr Soll erfüllten, lief diese Partie komplett an uns vorbei. Thorsten Hungenberg zeigte gegen Dandy Fischer zwar aufsteigende Form, konnte das Match – wie so viele andere in dieser Halbserie – trotz teilweise hohen Führungen nicht nach Hause bringen. Auch Robin Anders ungewohnt gehemmt, konnte zumindest gegen Cornelius einen Zähler einfahren. …und über das untere Paarkreuz gibt es im Grunde nicht viel zu berichten. Es war praktisch nicht anwesend.

Demzufolge war die 6:9-Niederlage vollkommen verdient.

Wesentlich besser machten wir es am gestrigen Abend beim SSF Bonn. Wie gegen Langenich konnten wir mit einem 3:0 in die Einzel gehen, wenngleich man fairerweise sagen muss, dass die Gastgeber auf ihre nominelle Nummer 3 verzichten mussten. Starke Partien lieferten vor allem Robin Anders, Ralf Janßen und Christoph Tyssen ab, die in ihren Einzeln ungeschlagen blieben.

Was bleibt am Ende dieser rumpeligen Halbserie hängen? In erster Linie, dass wir unserem eigenen Anspruch schlichtweg nicht Gerecht wurden. Robin Anders (14:6-Einzelbilanz) und Ralf Janßen (16:2-Einzelbilanz) einmal ausgenommen, kam maximal Thomas Pfeiffer (11:6) an seine Leistungsgrenze. Thorsten Hungenberg wollte mit schwindendem Selbstvertrauen fast überhaupt nicht mehr gelingen – und im hinteren Paarkreuz wechselten sich Licht und Schatten zu häufig ab. Diese Problemchen traten auch all zu oft in den Doppeln auf, so dass wir relativ häufig Rückständen hinterherlaufen mussten.

In der Rückrunde sind wir gezwungen, die Aufstellung abzuändern. Ralf Janßen wird für Thorsten Hungenberg ins vordere Paarkreuz rücken. Ob uns das am Ende weiterbringt, wird die Zukunft zeigen. Mit 12:8 Punkten sind wir längst im Niemandsland der Liga angekommen – und werden die Saison dennoch vernünftig zu Ende bringen.

Besonders erfreulich war die Tatsache, dass wir in allen 10 Partien mit identischer Aufstellung an die Tische gehen konnten. Nicht einmal wurde Ersatz benötigt, sofern man Christoph Tyssen und Oliver Schoulen als festen Bestandteil unseres Teams zählt. Vielen Dank für deren Einsatz, nahezu jede Wochen doppelt anzutreten. Und vielleicht ist DAS ja auch EIN Grund, weshalb man mit der fehlenden Konstanz zu kämpfen hatte?!

Schreibe einen Kommentar