Leistungsgerechte Punkteteilung in Elsdorf – Marc Esser furios

9:5 gegen Grevenbroich. 8:8 gegen Brand. 9:6 in Anrath. 9:3 in Süchteln. 8:8 gegen Neukirchen. 9:4 in Oberdrees. 9:5 gegen Hürth. 8:8 in Elsdorf.

Die Chronologie der 1. Herren-Mannschaft liest sich für einen Aufsteiger ganz hervorragend. Acht Spiele in Serie ohne Niederlage; es ist lange her, dass man dies (zumindest in Verbandsliga-Zeiten) von sich behaupten konnte. „Vor der Partie in Elsdorf wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen.“ so Mannschaftsführer Ralf Janßen. „Und bin es hinterher ebenfalls.“ Selbst wenn der wiedererstarkte Thomas Pfeiffer beim Steak-Essen im Bedburger ICI ein wenig den verlorenen Möglichkeiten nachtrauerte.

Aufgrund dessen, dass Stephan Stephani fehlte, reisten wir mit Youngster Marc Esser zu den Grün-Weißen. Und entschieden uns, bei den Doppeln zu „tricksen“. Marc hat schon mehrfach gut mit Christoph Tyssen harmiert – und auch die Paarung Janßen/Pfeiffer hatte gegen den Primus aus Brand gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Wir wussten, dass die Elsdofer Stoll/Karmainski vermutlich als Einserdoppel aufgestellt werden würde und so war es unser Ziel, die „Spezialisten“ Hungenberg/Schoulen gegen sie zu stellen. Bis zum 10:8 im Entscheidungssatz ging unser Plan auch auf. Doch analog zum Heimspiel gegen Brühl-Vochem verzockten die beiden sämtliche Matchbälle und verloren hauchdünn in der Verlängerung. Verdammt. Plan also nicht aufgegangen.  dash

Starker Auftritt in der Verbandsliga: Marc Esser

Im vorderen Paarkreuz dominierten einmal mehr Thorsten Hungenberg und Ralf Janßen, wobei sich Letzterer im Vergleich zur Vorwoche stark verbessert zeigte und sowohl Akar, als auch Pesch mit 3:0 besiegen konnte. Hungenberg ließ gegen Routinier Pesch ebenfalls keine Fragen offen (3:0), verlor jedoch in vier gegen Aufschlagspezialist Volkan Akar.

Im mittleren Paarkreuz spielt sich Thomas Pfeiffer immer mehr in Form. Gegen die unangenehm und stark spielende Mitte der Gastgeber verdiente er sich zwei Einzelsiege. Gegen Engelbert Karmainski lag er bereits 0:2 Sätze hinten, ehe sein Gegenüber immer ungeduldiger wurde und unserem Thommi damit die Gelegenheit zum Comeback gab (3:2). Ebenfalls in fünf revanchierte sich Pfeiffer gegen den starken Valerij Stoll in einem sehenswerten Match. Weniger entgegenzusetzen hatte Christoph Tyssen. Vielleicht wäre gegen Stoll noch etwas drin gewesen … wäre der 4. Satz nicht hauchdünn an den Linkshänder gegangen. Der Tischtennissport ist jedoch kein Konjunktiv – und somit machten wir in der Mitte „nur“ 2:2 Punkte.

Eine fantastische Leistung zeigte Ersatzmann Marc Esser. Taktisch, spielerisch stark und auch dermaßen konstant habe ich ihn persönlich noch nie spielen sehen. Wie er zunächst den erfahrenen Christoph Krome beim 3:0 komplett aus dem Spiel nahm, das war schon ganz großes Kino. Noch überzeugender letztlich sein Auftritt gegen Sebastian Bley, vor allem, wenn man den engen Spielstand mit in die Bewertung fließen lässt. Gegen den jungen Linkshänder hatte er bestimmt 75 % Spielanteile, sprich, er wurde selber aktiv. Und das sollte der Schlüssel zum völlig ungefährdeten 3:0-Sieg sein. Ein Punkt war uns also sicher.  beach

Dass nicht mehr daraus wurde, hatte schlussendlich drei Gründe. Erstens spielte auf der anderen Seite des Tisches auch noch ein Gegner, der sich nie aufgab und sicherlich nicht zu den schlechtesten Teams der Liga gehört. Zweitens hatte Oliver Schoulen einen rabenschwarzen Tag erwischt und kam ein wenig unbegreiflich nie wirklich zur Ruhe. Gegen Bley führte er zunächst mit 2:0-Sätzen. Dieser stellte sich fortan um und attackierte Oliver immer mehr über die Noppen-Rückhand. Unser Olli wurde von Ballwechsel zu Ballwechsel passiver, unruhiger und unsicherer. Dublizität der Ereignisse aus dem Hinspiel – ein sicher geglaubter Punkt ging unerwartet weg. Gegen Krome kämpfte Oliver dann mehr gegen sich, als gegen seinen Gegner, der offen gestanden phasenweise auch hervorragende Bälle traf.

Somit musste das Schlussdoppel über Sieg oder Unentschieden entscheiden. V E R D A M M T . Hatten wir die Doppel nicht zu Beginn umgestellt, damit Janßen/Pfeiffer N I C H T auf Stoll/Karmainski treffen???  mosking  Sei es drum, probieren konnte man es ja mal. Leider ging das Match mit 3:1 an die Gastgeber, die sich das Unentschieden damit redlich verdienten.

Fazit:

Dank eines bärenstarken Ersatzmannes bleiben wir auch im 8. Spiel in Serie ungeschlagen. Als Mannschaft haben wir wiederholt überzeugt, wenngleich das gestrige Match an zwei Mödrathern vorbeilief. Aber so ist das halt im Sport.

Kommende Woche empfangen wir den Tabellendritten aus Kreuzau. Dort haben meine Jungs im Hinspiel schon ohne mich gewonnen. Was soll da noch schiefgehen?  😀  rofl

One Comment

  1. Kopf hoch Männer. So ne Saison ist halt lang. Aber genauso für die Konkurrenz.
    Es besteht kein Grund zur Skepsis wenn es gegen Düren geht.

    Ralf Janßen Ralf Janßen

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